Wurzelbehandlung - Ist ein toter Zahn auch ein guter Zahn?

Wann ist eine Wurzelbehandlung überhaupt notwendig?
Die Ursache allen Übels ist eine tief sitzende Karies, bei der die Bakterien bis zum Zahnnerv vorgedrungen sind. Dieskann mit erhebliche Schmerzen verbunden sein oder auch völlig schmerzfrei und unbemerkt passieren. Die Entzündung führt schließlich zum Absterben des Zahnnervs. Wird die Entzündung nicht rechtzeitig behandelt dehnt sie sich über die Wurzelspitze bis in den umgebenen Knochen aus. Die klassische "dicke Backe" entsteht aber nur, wenn sich soviel Eiter ansammelt, dass dieser in das umgebende Weichgewebe durchdringt. Viel häufiger entsteht eine chronische Entzündung im Stillen, bei der eine Fistel entsteht. Eine Fistel ist ein Gang, welcher im Gewebe entsteht, über den sich der Eiter in die Mundhöhle entleert. Die Mengen sind in der Regel so gering, dass viele diesen Fistelgang nicht bemerken oder annehmen, es wäre ein Pickel auf der Schleimhaut. Eine solche chronische Wurzelentzündung kann den gesamten Körper belasten.
Was ist eine Wurzelbehandlung?
Um einen solch erkrankten und geschädigten Zahn zu erhalten, müssen die Bakterien und das abgestorbene Gewebe entfernt und der Wurzelkanal anschließend bakteriendicht verschlossen werden.
Vorgehen:
Zunächst wird der betroffene Zahn isoliert. Es sollen über den Speichel keine neuen Bakterien in den Kanal gelangen. Der Zahnwird dann eröffnet. Anschließend werden mit speziellen sehr flexiblen Instrumenten die Wurzelkanäle erweitert und gesäubert. Mit Röntgenaufnahmen und speziellen Meßinstrumenten wird die Kanallänge ermittelt. Mit antibakteriellen Spüllösungen, welche mit einem Ultraschallgerät in das Kanallumen eingebrcht werden, werden die Kanäle von den Bakterien befreit. Optimalerweise wird die gesamte Behandlung unter einem Mikroskop mindestens mit einer stark vergrößernden Lupenbrille durchgeführt.
Eingestellt am 14.03.2011 von Dr. Jasper
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