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Spannungskopfschmerzen - Nackenschmerzen - Kiefergelenkschmerzen, die vom falschen Biss kommen
Die Muskeln unseres Kausystems (Zähne und Kiefergelenke) sind mit der Nacken- und Wirbelsäulenmuskulatur verbunden. Daher können selbst Symptome, die über den Bereich des Kopfes hinausgehen, auf einen so genannten "falschen Biss" zurückzuführen sein. Treffen Ober- und Unterkiefer nicht in der idealen Position aufeinander, so spricht man vom "falschen Biss".
Schon geringste Abweichungen können genügen, um verschiedenste Beschwerden auszulösen. Massagen, Spritzen und Schmerzmittel bringen zwar eine gewisse Linderung, die eigentliche Ursache wird dadurch jedoch nicht geheilt.
Muskuläre Beschweden und Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich können Ausdruck einer so genannten Myoarthropathie des Kausystems sein. Typische Beschwerden, die mit ihr einhergehen sind Spannungskopfschmerzen am Morgen, Verspannungen der Nacken- und Rückenmuskulatur, Schmerzen der Kiefergelenke und knacken beziehungsweise Reiben der Kiefergelenke. Sogar ein funktioneller Beckenschiefstand kann seine Ursache in einer Myoarthropathie haben.
Auch andere Beschwerden können von einem "falschen Biss" herrühren. Der Trigeminusnerv versorgt nicht nur die Zähne, sondern auch das Gesicht. Eine Reizung dieser Nerven kann sehr tiefgreifende und beeinträchtigende Schmerzen verursachen. Man spricht dann von so genannten Neuralgien. Die Folgen können unter anderem von Schwindelgefühlen über Migräne und Ohrenschmerzen bis hin zum Tinnitus reichen.
Diagnose: Kiefergelenksyndrom
Menschen, die häufig an den vorgenannten Beschwerden leiden, oder auch beim Kauen deutliche Knackgeräusche feststellen, haben meist Funktionsstörungen des Kauorgans. Wir sprechen dann von einem Kiefergelenksyndrom oder auch von der kraniomandibulären Dysfunktion. Die meisten wissen gar nicht woher die Beschwerden kommen. Die Ursache wird meist dort gesucht, wo die Symptome auftreten. Wenn man jedoch nur ein Symptom, also die Auswirkung der Störung, bekämpft, ohne die Ursache zu finden, so wird die Ausweitung der Störung auf weitere Ebenen begünstigt. Es ist uns möglich, den Biss zu diagnostizieren und - wenn notwendig - einen Falschen Biss zu korrigieren. Zunächst führen wir eie Kiefergelenk-funktionsdiagnostik durch. Anhand des messergebnisses erkennen wir, welche Funktionsstörung vorliegt.Der Kiefer wird in der Regel dann durch eine Funktionsschiene in die physiologisch richtige Position gebracht. Die Schiene justiert die Kiefergelenke so, dass sie wieder optimal in der Gelenkgrube liegen.
Durch die interdiszuplinäre Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt, HNO-Arzt, Orthopäde, Neurologe und Physiotherapeut bzw. Osteopath ist es dann auch möglich, sehr komplexe Beschwerdebilder erfolgreich zu behandeln und zu therapieren. Nur die fachübergreifende Zusammenarbeit bringt den Menschen als Einheit wieder in eine korrekte aufrechte Position.
Eingestellt am 16.03.2009 von Dr. Jasper
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