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Kiefergelenks-Diagnostik

Das Kiefergelenk nimmt durch seine kombinierte Dreh- und Gleitfunktion als Doppelgelenk eine Sonderstellung im Körper ein. Für die Zerkleinerung der Nahrung sind Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur in ihrer Funktion optimal aufeinander abgestimmt. Rezeptoren im Kiefergelenk registrieren die Lage des Gelenkkopfes. Muskelspindeln melden den Spannungszustand der Kaumuskeln. Nervenenden in der Mundschleimhaut orten die Lage und Größe von Nahrungsteilen und Rezeptoren in der Wurzelhaut der Zähne melden Zahnkontakte. All diese Informationen werden zentral verarbeitet und in Steuerimpulse für die Kaumuskulatur umgesetzt. Knackgeräusche deuten auf eine krankhafte Veränderung im Gelenk hin: Die häufigste Ursache ist das Abgleiten der Gelenkscheibe vom Gelenkkopf und das Zurückspringen in die ursprüngliche Position. Frühkontakte führen den Unterkiefer in eine Fehlstellung. Eine dauernd angespannte Muskulatur kann nicht nur zu ausstrahlenden Muskelschmerzen und Kiefergelenksbeschwerden führen, sondern auch bleibende Kiefergelenksschäden oder Arthrosen zur Folge haben. Liegen bereits Kiefergelenksbeschwerden, Muskel- oder Gesichtsschmerzen und stressbedingte Verspannungen vor, hilft die Funktionsanalyse = Kiefergelenksdiagnostik, die Ursachen dieser Beschwerden zu finden.